Kein Vogelgezwitscher mehr im Frühling?

Die Vögel verschwinden?

Es ist der Winter eingebrochen, in den meisten Teilen Europas. Still, ist es, in der Natur. Ein Zustand, an den wir uns schon einmal gewöhnen können. Je nach dem, in welchem Teil unseres Kontinents Sie daheim sind, kann das schon zum nächsten Erwachen der Natur zur schrecklich-betörenden Wahrheit werden. Nicht nur in der Stadt, sondern vielmehr gerade auf dem Land, wo Pflanzenanbau in Monokultur betrieben wird.

Stille auch im Frühling …

Die Jungvögel verhungern?

Alleine aufgrund der räumlichen Inanspruchnahme von Habitaten, aufgrund der industriellen Nutzung riesiger Agrarflächen in Monokultur, den so fehlenden Biotopen, dem verlorenen Lebensraum, stirbt nicht nur die Insektenwelt. Die Notwendigkeit des Pestizideinsatzes in der angewandten Agrarmethodik ist ein weiteres, nicht akzeptables Teil des Bildes. Es ist einfach: Die Insekten werden durch die ausgebrachten Gifte abgetötet – die Vogelwelt findet nicht mehr ausreichend Nahrung, um ihre Arten überleben zu lassen.

Habitatverschiebung und Verschwinden des Lebensraumes

Wie in einem anderen Artikel bereits beschrieben, bewirkt die Verschiebung, beziehungsweise die Auslöschung der natürlichen Lebensräume von Lebewesen, eine Zunahme von infektiösen Krankheiten in deren Populationen, die sich zunehmend leichter als auch auf den Menschen übertragbar zeigen. Ein solches Gefährdungspotential, ganz aktuell, offenbarte sich im Frühling 2018 mit dem Bakterium Suttonella ornithocola, das in Nordrhein-Westfalen festgestellt wurde. Das Virus sorgte vor Jahren in England durch Lungenentzündung und Erkrankung des Darmes der Tiere für ein ausgesprochen massives Meisensterben.

Auch andere Erreger?

Auch ein Erreger mit so exotisch klingende Namen wie Usutu Virus und ebenso die Vogelgrippe in einer Variante, sind Grund für das Aussterben etlicher Vogelarten. Der Usutu Virus breitet sich beschleunigt auch in Deutschland aus. Wieder stoßen wir hier auf das Problem, das Herr Professor Stettele so anschaulich zu vermitteln versucht. Massentierhaltung, Habitatverdrängung, steigende Infektiösität. Übertragung auch auf den Menschen.

Mystery of jungle dissappears
Mystery of jungle dissappears

Sind das Einzelfälle?

Nach einer Feststellung des „European Bird Census Council“ im holländischen Nimwegen, von 2016, sind viele Hundert Millionen von Vögeln einfach verschwunden. Auch solche Arten, die man früher in gehäuften Mengen gesehen und lärmen gehört hat. Allerweltsarten wie Feldlerche, Braunkehlchen, Star und Goldammer, Rebhühner und Schnepfen, Kiebitze – alle nahezu ausgestorben, nur noch in winzigen Restbeständen eine Rarität. Dies sind Feldvögel, die Biotope benötigen, Wildwuchs brauchen, ungenützte Zonen. Nichts, was die Monokultur bieten würde.

  • Kiebitz -93%
  • Rebhuhn -91%
  • Turteltaube -89%
  • Alpenstrandläufer -84%
  • Bekassine -82%
  • Steinschmätzer -80%
  • Brachpieper -79%
  • Wiesenpieper -79%
  • Uferschnepfe -78%
  • Feldschwirl -75%

Die Agrargift-Industrie schweigt und lässt schweigen

Bis zu unglaublichen ACHTZIG PROZENT hat der Insektenbestand in Europa abgenommen. Die Vogelwelt lebt von Insekten. Und ebenfalls 80 Prozent der Vögel ernährt sich von tierischer Nahrung, viele ausschließlich von Insekten, sie ziehen ihre Jungen mit ihnen auf. Ist das nicht möglich, bricht ein unsagbar wertvoller Teil der Nahrungskette, einer Ereigniskette weg. Und das wirkt sich auf die Ganzheit der Nahrungskette aus – auch auf das, was wir an Nahrung zu uns nehmen.

Der Bund Naturschutz Deutschland

Klimawandel und Artenverluste?

In den 540 Millionen Jahren der Erdgeschichte gab es fünf wirklich große Artensterben. Das beweisen Funde von Fossilien. Wir haben das nie dagewesen gigantische sechste Artensterben selbst fabriziert, mit der Gier des Kapitalismus. Kurzfristig gesehen, so postuliert Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift “Science”, sei seit dem 14.Jahrhundert der Bestand der auf der Erde lebenden Wirbeltiere um ein Viertel geschrumpft, 340 Arten sind komplett ausgestorben. Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge, äußerst sich das globale Artensterben im Aussterben von mehr als 130 Tier- und Pflanzenarten täglich.

The bees are you!
The bees are you!

Fazit

Während Wissenschaftler reihum bereits resignieren, weil ihre verzweifelten Aufrufe, ihre Erklärungen, Statistiken und Studien, ihre Bulletins, Veröffentlichungen und die vielen offenen Briefe an die Staats- und Industriegewalten ungehört begraben werden, reibt sich die profitgierige Pharmaindustrie, reiben sich all die Großkonzerne der Chemie die feisten Hände. Sehen lächelnd, ob der sich füllenden Konten, vielleicht gerade mal mit einem nachdenklichen Stirnrunzeln, beim Niedergang des Menschen und der Natur zu.

Plastikmaskenverbot
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